Die Marille+Rezepte

Wissenswertes rund um die Marille

Marillen
Marillen vom Marillen-Hof Sonnleitner

Wissenswertes rund um die Marille

Herkunft:
Die Marille (Prunus armeniaca)- Österreich und Südtirol und Bayern. In anderen Ländern nenn man sie auch Aprikose.
Sie gehört wie die Pflaume zur Untergattung Prunophora (Prunus im engeren Sinne) der zu den Rosengewächsen zählenden Gattung Prunus.
Bezeichnung Marille, geht über italienisch armellino auf den lateinischen Namen der Frucht zurück.

Die Marille stammt aus Nordost-China nahe der russischen Grenze, nicht aus Armenien, wie der botanische Name vermuten lässt. Sie erreichte Armenien erst nach dem 3000-jährigen Durchwandern Zentralasiens. Die Römer brachten sie schließlich 70 v. Chr. über Anatolien nach ganz Europa.

Traditionelles Anbaugebiet für Marillen ist u.a. die ungarische Tiefebene. Die Türken besaßen zur Zeit ihrer Herrschaft über diese Ebene riesige Marillenplantagen, jedoch verödeten diese Gärten nach dem Abzug der Türken.

Die Verbreitung:
Mit dem Obstanbau begann man in der Tiefebene erst wieder zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich diese Ebene aufgrund heftiger Sandstürme in eine einzige Sandwüste zu verwandeln drohte. Zum Binden des Flugsands erwiesen sich Marillenbäume als besonders geeignet, da sie nicht nur sandigen Boden sondern auch Hitze und Trockenheit vertragen. Heutzutage werden Marillen insbesondere in den Mittelmeerstaaten wie Italien und Spanien angebaut. Es gibt jedoch auch in nördlicher gelegenen Gebieten größeren Anbau dieser Früchte, u.a. in der österreichischen Wachau,

im Burgenland, Oststeiermark, im Südtiroler Vinschgau und im schweizerischen Kanton Wallis. Das weltweit größte Anbaugebiet für Marillen (Aprikosen) liegt in der osttürkischen Provinz Malatya am Oberlauf des Euphrat. Dort werden die süßen Marillen entsteint und als ganze Frucht getrocknet. Mittlerweile stammen ca. 95 % der in Europa gehandelten getrockneten Marillen aus Malatya. Seit einigen Jahren werden auch frische Früchte nach Europa exportiert.

Die Vermehrung geschieht vorwiegend durch die Okulation.

Die Erntezeit

beginnt relativ früh. Sie ist eine typische Sommerfrucht.
Einheimische Marillen gibt es, je nach Wetterbedingungen von Anfang/Mitte Juli bis Ende August. In der südlichen Mittelmeerregion werden die ersten Früchte bereits ab Ende Mai geerntet, die Hauptsaison endet schließlich im September. Zwischen Dezember und März kommen dann vorwiegend eingeflogene Aprikosen aus Übersee in den Handel wobei hier Aussehen und Geschmack nicht mit denen aus heimischer Ernte vergleichen lässt.
Die einheimische Marille ist in der Färbung von fast Gelb auf der Schattenseite über Goldorange bis fast Dunkelrot auf der Sonnenseite und ist saftig fruchtig-süß leicht würzig (Wohlschmeckend). Ihre Reife erkennt man daran, dass sich der Stein (Kern) sehr leicht lösen lässt. Die Lagerung sollte kalt aber nicht eisig sein damit das Aroma erhalten bleibt.

Textquellen frei nach ©Wikipedia.org GNU-Lizenz: z.B. de.wikipedia.org/wiki/Aprikose | Version/Autoren

Inhaltstoffe

Richtwerte - für alle die es genau wissen wollen:

Energie: 49 kcal (205 kj)
Wasser: 78-93 g/100g Frucht
Gesamtzucker: 3,0 - 16
Saccharose: 1,0 - 5,0
Protein: 0,8
Fruchtsäuren: 0,3 - 2,6
Stickstoffhaltige Verbindungen: 0,8 - 1,1
Fett: 0,1 - 0,2
Pektin: (ber. als Ca-Pektat) 0,5 - 1,3
Kohlenhydrate: 9,0 - 11

Enthaltene Mineralstoffe:
Natrium: 2 mg/100 g Frucht
Kalium: 250
Calcium: 15
Phosphor: 20
Eisen: 0,6

Enthaltene Vitamine:
Vitamin A 200 µg
Vitamin B1 0,04 mg/100 g Frucht
Vitamin B2 0,05
Niacin 0,7
VitaminC 2,5 - 10


Die Marille gilt aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als äußerst gesundes Obst:

Kalium (wichtig für Herz, Nerven und Muskeln)
Magnesium (auch wichtig für das Funktionieren von Nerven und Muskeln) und Eisen (wichtig für Frauen).
Kieselsäure (wichtig für Gewebe, Haut, Haare und Zähne)
B-Vitamine Niacin (wichtig für Nerven und Hirnfunktion sowie zur Hormonproduktion)
Folsäure (wichtig zur Blutbildung)
Panthotensäure (wichtig zum Zellaufbau und Immunsystem)
Zu erwähnen sind auch noch die entzündungshemmende Salicylsäure und sekundäre Pflanzenstoffe wie das antioxidative Flavonoid. Beta- Carotin und Lycopin sind heilsam für alle Schleimhäute, die Haut und für die Sehkraft, haben Schutzfunktion für die Leber und sind antioxidativ
Auch für alle Wachstumsstadien, einschließlich der Schwangerschaft, sind Marillen besonders wertvoll. Der hohe Kaliumanteil macht die süße Frucht zu einer hochwirksamen Entwässerungsmedizin und entlastet Herz und Kreislauf. usw.
Eine Broteinheit =
Marille mit Stein 130 g 2 mittelgroße Stk. (Tabelle s. re)


Auf der Internetadresse
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